Firesafe-Armaturen im Brandfall: Normen, Prüfungen und Entwicklung kryogener Absperrventile

Shownotes

Was passiert mit kryogenen Absperrarmaturen im Brandfall? In dieser Episode der GOETZE hör.BAR sprechen wir über Firesafe-Anforderungen an Absperrarmaturen für tiefkalte, verflüssigte Gase und deren sichere Beherrschung unter extremen thermischen Bedingungen.

Kryogene Anwendungen stellen besondere Anforderungen an Armaturen, da sie sowohl bei sehr niedrigen Betriebstemperaturen als auch im Brandfall zuverlässig dicht bleiben müssen. Internationale Normen wie ISO 10497 und API 607 definieren Feuerprüfungen, mit denen das Verhalten von Industriearmaturen unter direkter Feuereinwirkung bewertet wird. Ziel ist es, eine unkontrollierte Freisetzung brennbarer oder brandbeschleunigender Medien zu verhindern.

Im Gespräch erläutert GOETZE Entwicklungsingenieur Daniel Poljak, wie eine bestehende kryogene Absperrarmatur zu einer firesafe-geprüften Lösung weiterentwickelt wurde. Dabei geht es unter anderem um konstruktive Anpassungen, mehrstufige Dichtungskonzepte sowie den iterativen Entwicklungsprozess zwischen Kryo- und Feuerprüfungen.

Die Episode beleuchtet außerdem den Ablauf der Feuerprüfung unter realistischen Bedingungen, inklusive anschließender Zwangskühlung und erneuter Betätigung der Armatur gemäß aktueller Normanforderungen.

Firesafe-Absperrarmaturen kommen insbesondere in kryogenen Anwendungen für tiefkalte Gase, im Industrie- und Energiesektor, in Anlagen im Ex-Bereich mit brennbaren oder brandbeschleunigenden Medien, in Biogasanlagen und Power-to-Gas-Systemen sowie in Gastankstellen zum Einsatz.

Die Episode richtet sich an technische Fachkräfte aus Anlagenbau, Industrie und Energietechnik, die sich mit sicherheitsrelevanten Armaturenlösungen beschäftigen.

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